Auch Stadtwerke Andernach beschäftigen sich mit Ukrainekrieg und Energiemarktkrise

Der Krieg in der Ukraine verschärft die seit Ende letzten Jahres herrschende Energiemarktkrise. Diese Verschärfung merken auch die Stadtwerke als kommunaler Energieversorger in Andernach. Neben den steigenden Preisen am Energiemarkt, die die Stadtwerke an Ihre treuen Bestandskunden bisher nicht weitergeben mussten, ist dabei insbesondere der Bezug von russischem Erdgas in Deutschland ein Thema. Die Stadtwerke Andernach haben keine direkten Liefer- und Vertragsverhältnisse mit Russland. Die Energiebeschaffung erfolgt im Rahmen der Kooperation mit dem strategischen Partner evm AG über die Energiemarktbörse und Großhändler. Durch diese Beschaffungsstruktur ergibt sich eine diversifizierte Lieferantenstruktur aus unterschiedlichen Herkunftsländern.
Durch die Mitgliedschaft in den Verbänden VKU (Verband kommunaler Unternehmen) und BDEW (Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft) erhalten die Stadtwerke regelmäßig aktuelle Informationen über die politische Entwicklung auf europäischer und auf Bundesebene. Darüber hinaus stehen die Stadtwerke Andernach in einem engen Austausch mit anderen Energieversorgern.
Nach Einschätzung der Verbände besteht derzeit keine akute Gefahr eines Versorgungsengpasses aufgrund der Füllstände der Gasspeicher und der diversifizierten Bezugsquellen. Zudem würden im Fall einer Gasmangellage Schutzmechanismen greifen, die die bevorzugte Versorgung von Haushalten und Einrichtungen wie Krankenhäuser ermöglichen soll. Vom BDEW erarbeitete Fragen und Antworten rund um die Energiekrise haben die Stadtwerke auf Ihrer Internetseite swa.testflotte5.de veröffentlicht.

Die Umsetzung der sogenannten Marktraumumstellung von L- auf H-Gas wird von den aktuellen Entwicklungen derzeit nicht tangiert. Im Auftrag der Stadtwerke Andernach stellen Dienstleister aufgrund gesetzlicher Vorgaben alle Gasgeräte in Andernach auf die geänderte Gasbeschaffenheit bis Anfang Mai dieses Jahres um.

Unabhängig von den Ereignissen am Energiemarkt beschäftigten sich die Stadtwerke strategisch mit Alternativen zum Erdgas als fossilem Energieträger: Neben der Umstellung auf alternative gasförmige Energieträger (Beispiel: Wasserstoff) spielen dabei auch die Etablierung von Wärmenetzen (Beispiel: Nah- und Fernwärmeversorgung) eine Rolle. Weitere Alternativen stellen mit Strom betriebene Heizungen, z.B. Wärmepumpen, dar und / oder System-Kombinationen. „Diese Herausforderungen sehen wir als mittelfristiges Thema, mit dem wir uns seit einiger Zeit intensiv beschäftigen. Nach unserer Einschätzung macht bei den aktuellen Entwicklungen kurzfristig nur eine Orientierung an die auf Bundes- und Europa-Ebene abgestimmte Vorgehensweise Sinn. Dabei sehen wir unsere Verantwortung auch in der Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit unserer Kunden.“, erläutern die Stadtwerke Geschäftsführer Jan Deuster und Lars Hörnig.

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